Therapiebausteine

Bio-psycho-sozialer Ansatz

Einzelne Therapieformen zeigen bei Wirbelsäulenbeschwerden kurzfristige, kleine Effekte. Langfristige große Veränderungen lassen sich nur mit einer Kombination aus verschiedenen Bausteinen erzielen. Derzeit die besten Ergebnisse bringt eine Bewegungs- mit Verhaltenstherapie. Die Grafik rechts verdeutlicht die Zusammenhänge und erläutert unsere Therapiebausteine (zum Vergrößern bitte auf die Grafik klicken und zuerst die körperlichen Einflussfaktoren lesen).

Therapiemodule

1. Aufklärung (psychosoziale Ebene): Verstehen des Problems

Langwierige Wirbelsäulenbeschwerden können nich selten mit Fehlannahmen über die Ursachen der Beschwerden, Wirkungen von Therapien und Funktionsweise der Wirbelsäule zusammenhängen. Dabei können diese Fehlannahmen zu vermehrten Ängsten und Sorgen bezüglich der Wirbelsäule und zu einem übertrieben vorsichtigen Umgang mit Wirbelsläulenbeschwerden führen. (Ramond et al. 2011)

Erkennen Sie mit unserer Hilfe ungünstige Denkmuster und Einstellungen und lernen Sie die Funktion und Bedeutung Ihrer Schmerzen verstehen und realistisch zu bewerten. (Moseley et al. 2004)

Quellen:
Moseley, G. L., M. K. Nicholas, et al. (2004). "A randomized controlled trial of intensive neurophysiology education in chronic low back pain." Clin J Pain 20(5): 324-330.
Ramond, A., C. Bouton, et al. (2011). "Psychosocial risk faComputertomographieors for chronic low back pain in primary care--a systematic review." Fam PraComputertomographie 28(1): 12-21.

2. Verhaltenstherapie: Integration in Bewegungsverhalten

Wissenschaftliche Untersuchungen konnten herausfinden, dass Menschen mit langwierigen Wirbelsäulenbeschwerden im Vergleich zu beschwerdefreien Menschen veränderte Haltungen einnehmen und die Wirbelsäule bei alltäglichen Bewegungsabläufen vermehrt ungünstig belasten.
Im Rahmen der Verhaltenstherapie werden Sie auf ungünstige Haltungen und Bewegungsabläufe aufmerksam und lernen geeignete Alternativen. Mit Hilfe dieser Alternativen ist es möglich, aktiv den Schmerzen entgegenzuwirken und häufig angstbehaftete Bewegungen wieder neu zu erlernen.

Quellen:
Dankaerts, W., P. O'Sullivan, et al. (2006). "Differences in sitting postures are associated with nonspecific chronic low back pain disorders when patients are subclassified." Spine 31(6): 698-704.
Lamoth, C. J., O. G. Meijer, et al. (2006). "EffeComputertomographies of chronic low back pain on trunk coordination and back muscle aComputertomographieivity during walking: changes in motor control." Eur Spine J 15(1): 23-40.
Lis, A. M., K. M. Black, et al. (2007). "Association between sitting and occupational LBP." Eur Spine J 16(2): 283-298.
Marras, W. S., S. A. Ferguson, et al. (2004). "Spine loading in patients with low back pain during asymmetric lifting exertions." Spine J 4(1): 64-75.
Nelson-Wong, E. and J. P. Callaghan (2010). "Is muscle co-aComputertomographieivation a predisposing faComputertomographieor for low back pain development during standing? A multifaComputertomographieorial approach for early identification of at-risk individuals." J EleComputertomographieromyogr Kinesiol 20(2): 256-263.
O'Sullivan, K., S. Verschueren, et al. (2013). "Lumbar repositioning error in sitting: healthy controls versus people with sitting-related non-specific chronic low back pain (flexion pattern)." Manual therapy 18(6): 526-532.
Sheeran, L., V. Sparkes, et al. (2012). "Spinal position sense and trunk muscle aComputertomographieivity during sitting and standing in nonspecific chronic low back pain: classification analysis." Spine 37(8): E486-495.

3. Beweglichkeitstraining: Zurück zur normalen Funktion

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass ein Großteil der Wirbelsäulenschmerzen (ca. 60-75%) mit einer schmerzhaft eingeschränkten Beweglichkeit in eine oder mehrere Bewegungsrichtung (-en) verbunden ist. Für diese Beschwerdeproblematik sind gezielte mobilisierende Übungen nach McKenzie die effektivste Behandlungsmethode. Diese Übungen haben zum Ziel, die Funktion der Gelenke der Wirbelsäule wiederherzustellen und die völlige Beweglichkeit der Wirbelsäule wiederzuerlangen, was mit einem Rückgang der Schmerzintensität einhergeht.
Die Übungen sind anfangs schmerzhaft und das Bewegungsausmaß ist eingeschränkt, jedoch verändern sich die Schmerzwahrnehmung und das Bewegungsausmaß durch wiederholte Ausführung.
Durch eine gezielte Untersuchung finden Sie Ihre Übung, die Sie leicht in den Alltag integrieren können.

Quellen:
Laird, R. A., J. Gilbert, et al. (2014). "Comparing lumbo-pelvic kinematics in people with and without back pain: a systematic review and meta-analysis." BMC musculoskeletal disorders 15: 229.
May, S. and A. Aina (2012). "Centralization and direComputertomographieional preference: a systematic review." Manual therapy 17(6): 497-506.
McKenzie, R. (2006). "Behandle Deinen Rücken selbst."
McKenzie, R., May, S (2003). "The lumbar spine Mechanical diagnosis & therapy Volume one."

 

4. Krafttraining: Im Alltag belastbar werden

Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass die muskuläre Leistungsfähigkeit, sowie die muskuläre Kontrolle von Bewegungsabläufen bei Menschen mit Wirbelsäulenbeschwerden verändert sind. Länger andauernde einseitige Belastungen, Schonung und auch psychische Einflüsse durch Stress und Ängste vor Bewegungen können zu Verspannungen der Muskulatur führen, welche schließlich Wirbelsäulen-beschwerden unterhalten können.

Sie trainieren an speziell für die Wirbelsäule konzipierten Geräten, die ein gezieltes Training der rumpfumgreifenden Muskulatur garantiert und entwickeln Ihre Kraftausdauer. Dadurch können Sie im Alltag mehr leisten und die Ermüdung der Muskulatur setzt verzögert ein. Gleichzeitig gewinnen Sie an Selbstsicherheit und die allgemeine Stimmung steigt.

Quellen:
Steele, J., S. Bruce-Low, et al. (2014). "A Review of the Clinical Value of Isolated Lumbar Extension Resistance Training for Chronic Low Back Pain." PM & R : the journal of injury, funComputertomographieion, and rehabilitation.

 

 

 

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Unser Engagement für Ihre Rückengesundheit

Auf der Basis einer einstündigen Eingangsanalyse stellen wir die Therapiebausteine zusammen, die für Ihre Situation am besten sind. Diese Individualität und unsere hochwertige Betreuung machen den Unterschied.

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